Posts

Es werden Posts vom August, 2017 angezeigt.

Die Saalnixe fordert ihr Opfer

Bild
An der Saale ist oder war allgemein bekannt, dass die Saalnixe am Johannistag, also am 24. Juni, ihr Opfer fordert. Wie es zu dieser Forderung gekommen ist, haben wir in der letzten Sage - "die Rache der Saalnixe" - erfahren.

Es gab viele Leute, die nicht daran glauben wollten, etliche büßten es mit dem Tode im Wasser. Aber die meisten Anwohner der Saale respektierten den Glauben und vermieden es darum an diesem Tag zu baden, zu fischen oder zu flößen. Selbst die Fähren setzten an dem Tag nicht über das Wasser, weil die Kundschaft ausblieb.

Zwei beispielhafte Geschichten trugen sich in Jena zu. Ein Fleischer schwamm vom Paradies nach der Schneidemühle. Als er auf seinem Rückweg war, wurde er auf einmal an den Füßen festgehalten und unter Wasser gezogen. Er rief laut um Hilfe, was auch einige Leute hörten. Sie kamen sofort zu ihm geschwommen, ergriffen ihn und versuchten ihn gemeinsam loszumachen. Das gelang schließlich auch unter enormen Anstrengungen. Als sie dann aus dem…

Die Rache der Saalnixe

Bild
Heute soll es um die Saalnixe gehen. Die Geschichte besagt, dass nur ein einziger Mensch die Saalnixe jemals gesehen hat und das war ein Holzfäller. Er wohnte in dem Dorf Wettera, das man auf heutigen Landkarten nicht mehr finden wird weil es auf dem Grund des Bleilochstausees wäre. Aber auch auf alten Landkarten taucht der Name nur noch als Wüstungsort auf. Das Dorf wurde schon vor langer Zeit verlassen und so verfiel es, bis nichts mehr von ihm zu sehen war. Nur ein Flurname und diese Sage erinnerte noch an das Dorf. Die Lage wird mit "1000 Schritt flussaufwärts von der Mündung des gleichnamigen Baches" beschrieben. Es dürfte also zwischen Gräfenwarth und Kloster an der Wettera gelegen haben, also nicht weit entfernt von der heutigen Brücke über den Stauseearm der Wetterabucht.



Zurück zu unserem Holzfäller. Der Mann arbeitete für des Kloster "zum heiligen Kreuz", das heute nur noch als Ort Kloster bekannt ist. Zum Kloster gehörten damals die ausgedehnten Wälder …