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Der lange Mann von Hof

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Die Auguststraße in Hof hieß früher Mord- und Judengassen Sie war damals eine dreckige und stinkende Gasse. Häufig nahmen Seuchen hier ihren Anfang. Vor diesen Seuchen zeigte sich hier oft ein großer starker Mann. Sein Gesicht und seine Kleider waren kohlschwarz und er war so groß, dass er selbst in die Dachfenster der größten Häuser sehen konnte. Außerdem schritt er immer mit gespreizten Beinen durch die Gasse. Von diesem langen Mann berichteten auch die Gebrüder Grimm in ihrem Werk deutsche Sagen. Überliefert wurde die Sage aber von dem Hofer Chronist Enoch  Widmann, der über den Beginn der großen Pest im Jahr 1519 berichtet: „Vor diesem Sterben hat sich bei Nacht ein großer, schwarzer, langer Mann in der Mordgasse sehen lassen.“ Dieses riesige Gespenst stand mit ausgebreiteten Schenkeln in der Gasse und rührte sich nicht von der Stelle. Der eine Fuß stand bei der Einfahrt des Wirtshauses und der andere gegenüber bei dem großen Haus. Der Kopf ragte hoch über die Häuser hinweg. Die Ah