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Zwei Hütejungen und die Saalenixe

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Es wurden nicht nur Rinder gehütet, auch Schafe,  wie hier bei Burgk. In früheren Zeiten war es üblich, dass die Kinder, die für die schwere Arbeit der Bauern noch zu klein waren, das Vieh hüten mussten. Gehütet wurde das Vieh auf Flächen, die zu karg für den Ackerbau waren, zum Beispiel auch die Saalewiesen. Zwei dieser Hütejungen saßen also an einem schönen Sommertag unter einem Baum am Saaleufer. Zum Zeitvertreib schnitzten sie sich Pfeifen, während das Vieh in Ruhe graste. Kein Lüftchen regte sich im Tal. Trotzdem wird die Wasseroberfläche auf einmal unruhig, es entsteht ein Gebrause und die Wellen schäumen. Beim genauen Hinsehen erkennen die Jungen eine helle, weibliche Gestalt, die aus dem Wasser steigt. Lieblich und sanft sieht sie aus, das Gesicht ganz zart und die Haut ganz weis. Das Haar dagegen war schwarz und hing nass herab. Ihr sanftes langes Gewand ist ganz in Weiß gehalten, nur ein mattgrüner Schleier bildet einen Kontrast dazu. Als Schmuck trägt sie ein ...

Die Saalnixe fordert ihr Opfer

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Saale am Parsdiesbahnhof Jena An der Saale ist oder war allgemein bekannt, dass die Saalnixe am Johannistag, also am 24. Juni, ihr Opfer fordert. Wie es zu dieser Forderung gekommen ist, haben wir in der letzten Sage - "die Rache der Saalnixe" - erfahren. Es gab viele Leute, die nicht daran glauben wollten, etliche büßten es mit dem Tode im Wasser. Aber die meisten Anwohner der Saale respektierten den Glauben und vermieden es darum an diesem Tag zu baden, zu fischen oder zu flößen. Selbst die Fähren setzten an dem Tag nicht über das Wasser, weil die Kundschaft ausblieb. Zwei beispielhafte Geschichten trugen sich in Jena zu. Ein Fleischer schwamm vom Paradies nach der Schneidemühle. Als er auf seinem Rückweg war, wurde er auf einmal an den Füßen festgehalten und unter Wasser gezogen. Er rief laut um Hilfe, was auch einige Leute hörten. Sie kamen sofort zu ihm geschwommen, ergriffen ihn und versuchten ihn gemeinsam loszumachen. Das gelang schließlich auch unter enor...

Die Rache der Saalnixe

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Blick auf die Bleilochstaumauer Heute soll es um die Saalnixe gehen. Die Geschichte besagt, dass nur ein einziger Mensch die Saalnixe jemals gesehen hat und das war ein Holzfäller. Er wohnte in dem Dorf Wettera, das man auf heutigen Landkarten nicht mehr finden wird weil es auf dem Grund des Bleilochstausees wäre. Aber auch auf alten Landkarten taucht der Name nur noch als Wüstungsort auf. Das Dorf wurde schon vor langer Zeit verlassen und so verfiel es, bis nichts mehr von ihm zu sehen war. Nur ein Flurname und diese Sage erinnerte noch an das Dorf. Die Lage wird mit "1000 Schritt flussaufwärts von der Mündung des gleichnamigen Baches" beschrieben. Es dürfte also zwischen Gräfenwarth und Kloster an der Wettera gelegen haben, also nicht weit entfernt von der heutigen Brücke über den Stauseearm der Wetterabucht. So sah die Gegend um Saalburg damals auf der Landkarte aus. Zurück zu unserem Holzfäller. Der Mann arbeitete für des Kloster "zum heiligen Kreuz...

Fürst Saala und seine Kinder

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In grauen Vorzeiten lebte an der oberen Saale, zwischen der Höhe die später Berg der Hirsche genannt wird, bis zum Bergrücken, dem viele hunderte Jahre später eine Ziege den Namen gab, der Fürst Saala. Gemeint sind die Orte Hirschberg und Ziegenrück. Zusammen mit dem Fürsten lebten hier seine Untertanen, genannt Saalas Kinder. Sie sollen aus einem alten gotischen Geschlecht stammen. Sie brachten Opfer für ihre Götter dar, auf dem Fels der Saalas Altar genannt wurde. Die Seher und Seherinnen dieser Leute beobachteten von hier aus den Flug der heiligen Vögel und sie weissagten aus dem vorüberziehenden Fluss, in dem sich das Blut der Opfertiere mit dem heiligen Wasser vermischte. Hier an Saalas Altar, wo man die ganze Gegend überschauen konnte, versammelten sich Saalas Kinder, zu gemeinschaftlichen Beratungen über alles, was in ihrem Leben wichtig und teuer war. Danach gingen sie wieder ins Land und vollbrachten Taten, die von keinem Menschen aufgeschrieben wurden, die aber in Erzä...

Wie die Saale zu ihrem Namen kam

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Eine weitere Sage wie die Saale zu ihrem Namen kam wird vor allem in Oberfranken erzählt. So hat vor sehr langer Zeit in den dichten Wäldern im Fichtelgebirge eine große Jagt statt gefunden. Dabei wurde ein Hirsch krank geschossen. Für Nichtjäger: er wurde angeschossen und konnte fliehen. Bei der Verfolgung des Hirsches, verlor ein junger Jäger, der die Gegend nicht kannte, die Gruppe der anderen Jäger und verirrte sich im dichten Wald, der damals noch keine Wege und Steige hatte, nur Dickichte, Felsspalten und dunkle Täler. So irrte er viele Tage ohne Pause in der wilden Natur umher, ohne auch nur eine Menschliche Spur zu finden. Das macht natürlich der stärkste Körper nicht mit und so sank er bei der ersten Rast zu Boden und schlief ein. Nach der ersten Tiefschlafphase kam er ins Träumen. Und weil sein Mund ganz trocken war, rief er im Schlaf: „Wasser, Wasser, ich brauche Wasser!“ Da erschien ihm plötzlich eine wunderschöne Quellnixe, die sofort Wasser aus einem kleinen Rinnsa...

Die Nixe Saala

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Für eine Seite mit Sagen von der Oberen Saale ist es fast schon Pflicht sich mit der Herkunft des Namens Saale zu beschäftigen. Und tatsächlich gibt es mehrere Sagen, die sich mit der Namensgebung der Saale beschäftigen. Die Bekannteste in unserer Region ist die Sage von der Nixe Saala. Damals als der Fluss noch über das platte Land floss, als die Berge noch keine Namen hatten, als es am Fluss noch nicht einmal Berge gab, geschweige denn Menschen, als auch der Fluss ohne Name dahin rauschte, also vor uralten Zeiten, da tauchte die Nixe Saala im Fluss auf. Weil es aber keine Berge gab, waren die Felsen auch sehr rar. Aber sie fand einen und setzte sich gleich darauf um ihr Haar zu trocknen und sich ein bisschen auszuruhen. Als sie sich nun so auf ihren Felsen sonnte, fragte sie sich: „Wie kann ich den anderen von diesen schönen Ort erzählen, wenn der noch nicht mal einen Namen hat?“ Also beschloss sie dem Fluss einen Namen zu geben und weil sie nicht ganz uneitel war fiel ihr n...